Tools zur Messung und Optimierung von Ladezeiten in Blogs Shops Webseiten

Wenn eines für Besucher nervig ist, dann sind es definitiv lange Wartezeiten. So viel Mühe man sich auch mit dem Inhalt gegeben hat, doch wenn der eigenen WordPress Blog zu viel Zeit benötigt um die Inhalte darzustellen, dann schließt auch der geduldigste Leser die Seite. Laut einer Studie brechen Besucher das Laden einer Seite ab, die länger als 3 Sekunden zum Laden benötigt. Deshalb ist es natürlich extrem wichtig, die Seiteninhalte möglichst unter 3 Sekunden an den Besucher auszuliefern. Mit welchen Tools man die Ladezeiten testen kann, welche Informationen man dadurch erhält und was man zur Optimierung leisten kann, das verrate ich dir in diesem Artkel.

Tools zum Messen der Ladezeiten deines WordPress Blogs

Niedrige Ladezeiten sind das A und O. Nicht nur für einen Blog, nein insbesondere für Online Shops. Wer hier auf geduldige Kunden hofft, der irrt nicht nur, sondern spielt mit dem Umsatz seines Unternehmens. Laut einer Studie gibt ein Besucher / ein Kunde dem Unternehmen 3 Sekunden zum Laden einer Seite. Und wenn es beim Online Shopping 3 Sekunden sind, dann kann man davon ausgehen, dass Blog Besucher ähnlich sensibel auf die Ladezeiten reagieren.

Hier möchte ich Dir nun einige Tools vorstellen, mit welchen Du die Ladezeiten deines Blogs messen kannst und zudem noch einige Plugins vorstellen, welche dir zu schnelleren Ladezeiten verhelfen.

WebPageTest.org

WordPress Ladezeiten messen mit WebPageTest-org - Time to first Byte CSS Bilder HTML JavaScript

Eine der wohl bekanntesten und meistgenutzten Seiten, wenn es um das Messen der Ladezeiten geht, ist WebPageTest.org. Hier bekommt man schnell ein Gefühl dafür, woher lange Ladezeiten resultieren. Ob das nun am Hosting Anbieter liegt, der einfach zu viel Zeit benötigt, bis überhaupt das erste Byte geladen wird (Time to First Byte), oder aber die Ladezeiten verschiedenster Dokumente, wie CSS, JavaScript, Bilder und andere Dateien. Ich nutze das Tool nicht nur gerne, sondern regelmäßig.

Google PageSpeed

Google Developer - Google PageSpeed - Ladezeiten und Performance der Webseite und des Blogs optimieren

Wenn Google schon für Entwickler und Betreiber von Webseiten / Blogs ein Tool zur Messung und Auswertung der Performance / Ladezeiten bereitstellt, dann sollte man dieses Tool natürlich auch in Anspruch nehmen. Wer kennt denn besser die Anforderungen hinsichtlich Ladezeiten und deren Möglichkeiten zur Optimierung als der Suchmaschinen-Riese Google! Google PageSpeed Insights testet die Domain sowohl für Desktop, als auch für Mobile Geräte und zeigt für beide Varianten entsprechende Potentiale zur Verbesserung auf.

PingdomPingdom - Website Speed Test - Ladezeiten der Webseite testen mit Pingdom

Ein weiterer, sehr häufig genutzter Service zum testen der Geschwindigkeit von Webseiten ist pingdom. Die Statistik von pingdom gibt dir schnell einen Überblick, wie gut deine Seite im Vergleich zu anderen Seiten abschneidet, zeigt dir, welche Files besonders viel Ladezeit in Anspruch nehmen und gibt dir dadurch natürlich die Chance der Optimierung.

Plugins zur Optimierung der Ladezeiten deines WordPress Blogs

Wenn man sich noch nie mit dem Thema Optimierung von Ladezeiten auseinandergesetzt hat, dann kommt beim Messen der Ladezeiten häufiger der Gedanke „Scheisse“. Mir ging es anfangs nicht anders. Doch wenn man erst einmal sich mit dem Thema Optimierung von Ladezeiten auseinandergesetzt und verinnerlicht hat, dann läuft es quasi fast von ganz alleine. Lange Ladezeiten eines WordPress Blogs haben meist folgende Ursachen:

  • WordPress Plugins
    Entweder zu viele Plugins im Einsatz, die mit jedem Laden Anfragen an die Datenbank schicken, oder zu viel PHP Speicher beanspruchen
  • Bilder
    Oft werden Bilder, Fotos, Grafiken und Illustrationen einfach hochgeladen, ohne diese fürs Web zu optimieren
  • CSS & JavaScript
    Zu viel CSS & JavaScript Files verderben den Brei. Hier ein CSS, da ein JavaScript. Fast jedes Plugin bringt eigene CSS Files.
  • WordPress Hoster
    Manchmal liegt es auch an der bescheidenen Performance des Hosting Anbieters.

P3 (Plugin Performance Profiler)
P3 Plugin Performance Profiler - WordPress Plugin zum Messen der Performance und Ladezeiten

Wenn man genau wissen möchte was beim eigenen Blog zu solch langen Ladezeiten führt, ob nun ein Plugin, das WordPress Theme oder eine andere Komponente, dann ist der Einsatz des P3 (Plugin Performance Profiler) gefragt. Mit Hilfe des WordPress Plugins kommt man der Ursache langer Ladezeiten schnell auf den Grund. Möglicherweise liegt die Ursache an der Anzahl der Datenbank-Requests, die durch ein einzelnes Plugin verursacht werden. Zudem kannst du dir mit dem P3 Plugin regelmäßig Reports zukommen lassen. So musst du nicht ständig selbst die Performance im Blick behalten, sondern bekommst eine Zusammenfassung per E-Mail.

WP Super Cache

Jeden Blog Artikel erst aus der Datenbank auslesen, da bleibt schon einiges an Performance und Zeit auf der Strecke.  Mit WP Super Cache kann man gleich auf verschiedenste Weise Seiteninhalte cachen. Für mich eines der besten Caching Plugins für WordPress, welches ich selbst im Einsatz habe. Neben WP Super Cache gibt es natürlich noch weitere Caching Plugins für WordPress, die ebenfalls ausgezeichnete Arbeit leisten, wie beispielsweise W3 Total Cache und Cachify.

Compress JPEG & PNG images

Bilder und Grafiken unkomprimiert in ihrem Ursprungszustand zu publizieren, das machen nach wie vor viele Betreiber von WordPress Blogs. Ob das nun Faulheit ist, oder Unwissenheit, kann ich nicht sagen. Doch dann wundert man sich, warum es keine Blog Besucher gibt. Wer TinyPng.com kennt, der hat sicherlich auch schon das Plugin Compress JPEG & PNG images installiert. Bildkomprimierung vom Feinsten. Kein Qualitätsverlust und dennoch bis zu 70% der Dateigröße einsparen. Das spart nicht nur Webspace, nein insbesondere kommt es auch dem Besucher zu Gute, der nun nicht mehr Ewigkeiten warten muss, bis die Seite vollständig geladen ist.

Better WordPress Minify

Mit dem WordPress Plugin Better WordPress Minify kann man endlich den Wulst an CSS und JavaScript Dateien zusammenfassen, die Dateigröße dadurch minimieren und somit natürlich die Ladezeiten verbessern.

Wichtig ist, dass man die Ladezeiten seines WordPress Blogs stets im Auge behält. Denn was bringen einem Artikel, in welchem man viel Zeit in Recherche, Analyse und Aufbereitung investiert hat, wenn die Ladezeiten exorbitant sind. Welche Tools nutzt ihr zur Optimierung eurer Ladezeiten?

TEILEN
Vor 20 Jahren habe ich meine erste Internetseite erstellt. Seit über 10 Jahren blogge ich nun auf diversen Blogs mit WordPress. Auf WP-Magazine veröffentliche ich in unregelmäßigen Abständen Artikel mit Tipps, die sicherlich auch dein Interesse wecken.

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT