Blogschritte - So wird dein Blog erfolgreich

Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Einstellung manche Nutzer ans Bloggen gehen und wie diese dann in Communities um Hilfe schreien. Mit kaum 3 Blog-Artikeln, in zudem minderer Qualität, beklagen diese sich über den ausbleibenden Besucherstrom. Hier zeigt sich, dass zu wenig bis keine Zeit in Recherche gesteckt wurde. Wahrscheinlich sind diese Nutzer auch der Auffassung mit diesen 3 Blog-Artikeln monatlich mehrere tausend Euro an Werbeeinnahmen zu erzielen. Dies zeigt mir immer wieder, wie leichtgläubig manche Menschen sind, anstatt irgendwelche Behauptungen im Netz kritisch zu hinterfragen.  Ich möchte mit diesem Artikel dem Blog-Neuling einige Grundlagen auf den Weg geben, worauf es beim Bloggen ankommt, denn es ist eine Illusion zu glauben man könne über Nacht zum Erfolgsblogger werden.

Wie wird mein Blog erfolgreich?

Nicht bei jedem Blogger steht der Erfolg des Blogs im Fokus und genau dies kann die Chance für ein erfolgreiches Weblog sein, denn durch die Ungezwungenheit erfolgreich zu sein, kommt die persönliche Note viel stärker zum Vorschein. Welche Faktoren bestimmen nun den Erfolg eines Blogs?

Ziele setzen

Zunächst einmal sollte man sich realistische Ziele setzen. Natürlich kann eines der Ziele sich auf die Anzahl der Besucher beziehen. Wichtig ist jedoch, dass man weiß, dass dies zwar ein messbares Ziel darstellt, dieses Ziel jedoch von vielen anderen Faktoren, anderen Zielen, die man sich setzen muss, abhängig ist. Je mehr Ziele man sich setzt, desto unüberschaubarer wird das Vorhaben, insbesondere wenn alle Ziele zum gleichen Zeitpunkt erfüllt sein müssen. Schreibe zunächst die Ziele auf. Definiere zu jedem deiner Ziele, ob es sich hierbei um eine einmalige, oder fortlaufende Maßnahme handelt. Artikel wirst Du beispielsweise fortlaufend schreiben. Hier könnte als Ziel definiert sein, wie viele Artikel du innerhalb eines Zeitraums veröffentlichen möchten und wie viele Worte jeder Artikel mindestens beinhalten muss. Ein einmaliges Ziel dagegen kann das Implementieren eines oder mehrerer Plugins sein, bzw. eine Überarbeitung des Blogs, sowie Integration eines neuen Themes.

Ganz wichtig beim setzen von Zielen ist ein definiertes Anfangs- und End-Datum. Schließlich möchtest Du ja eine Erfolgskontrolle deiner Bloggerziele herbeiführen.

Ziele Messen

Zum Messen deiner Bloggerziele wählst du für den Anfang einen Zeitraum von 2 Wochen. Dadurch erhälst Du wertvolle Informationen. Da dies nur deiner eigenen Erfolgskontrolle dient, solltest du das Ergebnis auch nicht Schönreden. Stellt sich bei der Betrachtung heraus, dass Du nur einen Teil deiner Ziele erreicht hast, geht es darum die Störfaktoren zu identifizieren. Wer nebenberuflich bloggt, der hat sicherlich sein Privatleben als Störfaktor. Auch wenn dies sich hier negativ liest und wenn man gerne Privatleben hat, so ist es dennoch ein Punkt auf der Liste, jedoch ein Punkt, an welchem Du nichts drehen solltest. Stellst Du fest, dass Du zu viel Zeit für Recherche aufbringst, gilt es hier nach Möglichkeiten zu suchen, um Recherchezeit zu minimieren. Eventuell hast Du dir einfach zu viel Arbeit zugemutet, dann sollten du ehrlich mit sich selbst sein und für die nächste Planung deutlich weniger Ziele definieren.

Sobald die von Dir festgelegten Ziele auch innerhalb des Zeitpunkts abgearbeitet wurden, kann die die Planungsdauer auf 4 Wochen erhöht werden. Solltest Du dich noch unsicher fühlen, behalte 2 Wochen als Planungsdauer bei und führe nach jedem, im agilen Projektgeschäft nennt man es Sprint,  eine Retrospektive durch, in welcher Du schaust, was Du geleistet hast, was dich aufgehalten hat und was Du in Zukunft besser machen kannst.

Bloggen, aber worüber

Das Thema, über welches Du bloggst ist ein sehr wichtiges Kriterium über Erfolg oder Misserfolg. Möchtest Du als Blogger wirklich erfolgreich sein,  bloggst jedoch über ein Thema, welches sehr hohen, starken Wettbewerb genießt, wirst Du es sicherlich schwerer haben, als so mancher Nischenblogger, der nur mit wenig Wettbewerb zu kämpfen hat.

Querbeet-Blogger

Querbeet Bloggen ist prinzipiell nicht schlimm, stellt dich jedoch vor die Herausforderung, Leser A, welcher aufgrund Thema A den Blog besucht hat auch weitere Inhalte zum gleichen Thema zu zeigen, so aber auch für Leser B, C, D, E….! Du hast bei einem Querbeet-Blog sehr unterschiedliche Nutzer, die aufgrund verschiedenster Interessen den Blog aufgerufen haben. Möchtest Du dich nicht auf ein Thema konzentrieren, solltest Du darauf achten dich nicht zu sehr zu verzetteln, nicht dass dein Blog ebenso viel Kategorien wie Blog-Artikel besitzt.

Themen-Blogger

Themen-Blogger widmen sich einem Thema. Dieses Thema kann entweder einer Hauptkategorie, oder einer darunter liegenden Kategorie entstammen. Hier findet man alle Informationen zu einem Thema und sehr wenig, bis gar keine Informationen anderer Art. Der Vorteil von Themen-Blogs ist der Fokus, der auf ein Thema beschränkt ist. So werden ausschließlich relevante Artikel zu einem Thema generiert, was sich einerseits auf Suchmaschinenoptimierung auswirkt, andererseits auch dem Nutzer zu Gute kommt, welcher meist länger auf der Seite verweilt, da mehr relevante Inhalte vorhanden. Wer sich ein Thema ausgesucht hat, sollte auch den Wettbewerb im Blick haben. Das zu erwartende Suchvolumen, sowie das Aufkommen des Wettbewerbs lässt sich mit dem Google Adwords Keyword-Tool ausfindig machen. Themen und deren Keywords, die stark umkämpft sind sollte man als Einsteiger meiden. Hier lohnt sich evtl. eine Unterkategorie – eine Nische, in diesem Themenbereich. Starte in einer Nische, erweitere dieses nach und nach auf weitere Nischen in diesem Themenbereich aus und greife erst zum Schluss nach den Sternen. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, dennoch sollte man zunächst die Low Hanging Fruits ernten, was bedeutet – erst wenn man alle Nischenkeywords abgegrast hat, wagt man sich an den nächst größeren Fisch.

Das richtige Theme

Weiß man worüber man bloggen möchte, kann man sich auch auf ein dafür passendes Theme festlegen. Ich persönlich nutze ausschließlich Premium-Themes. Warum? Kostenlose Themes schauen auf den ersten Blick immer toll aus, nach wenigen Wochen hat man sich jedoch satt gesehen und sucht bereits nach was Neuem. Nicht schlimm?? Doch, denn wiederkehrende Besucher müssen sich nun auch umstellen und das nimmt manch ein Blogger ohne Rücksicht auf Verluste hin. Aufgrund der Design Änderung wird es gerade für wiederkehrende Besucher schwierig. Diese sind womöglich die alte, wenn auch etwas verkorkste Struktur gewohnt und müssen sich nun umstellen. Häufige Design-Änderungen lassen den Nutzer auch nicht ankommen. Deshalb ist es wichtig, dass Du bereits zu Beginn dich auf ein Theme festlegst, was deinen, aber auch den Bedürfnissen der Nutzers entspricht und dies sollte einem schon $ 40 Wert sein.

Plugins

Natürlich zählen neben dem Theme auch die richtigen Plugins zu den Dingen, die man am Anfang berücksichtigen sollte. Nicht alle Plugins wird man bereits zu Beginn seiner Blog-Tätigkeit im Einsatz haben. Wichtig ist jedoch, dass man sich auch darum bemüht, anderen Bloggern über die Schulter schaut. Du musst nicht jedes Plugin installieren, was eine ausgezeichnete Bewertung hat. Je mehr Plugins Du in WordPress nutzt, desto mehr Performance (Rechenleistung) nimmt dein Blog in Anspruch. Leistung, die auch deine Besucher zu spüren bekommen. Betrachte die auf WP-Magazine.de vorgestellten Plugins, welche Dir einerseits bei der Suchmaschinenoptimierung, aber auch als kleine Helferlein mit nützlichen Funktionen dienen.

Die ersten Blog-Artikel

Hat man das Richtige Theme ausgewählt und die für sich passenden Plugins installiert, geht es auch schon ans bloggen. Ein frisches Weblog sollte man zunächst mit einigen Artikeln füllen, bevor man dies über Facebook, Twitter und Google Plus verbreitet. Je mehr Blog-Artikel verfügbar sind, desto mehr profitieren die Leser davon.

Anfangs wird man wahrscheinlich noch sehr häufig erleben, dass die Einstiegsseite auch die Ausstiegsseite ist, da der Nutzer noch nicht so viele Inhalte vorfindet, die ihn im Speziellen gerade interessieren. Daher sollte man auch immer die Statistik im Auge behalten, den anhand der Suchanfragen kann man sehr schnell ableiten, ob der Besucher einen treffenden Artikel vorgefunden hat, oder aber nicht. Im letzeren Fall, kann man sehr schnell reagieren und einen weiteren, passenden Artikel generieren, oder aber man ergänzt den bereits bestehenden Blog-Artikel.

Ich hoffe, dass ich mit dem Artikel einige Impulse setzen konnte. Bloggen ist zwar nicht so schwer, doch der Blogmarkt ist mittlerweile hart umkämpft. Wer mit seinem Blog erfolgreich sein möchte, der muss dafür auch einiges an Arbeit reinstecken,  Arbeit die kein Ende nimmt. Insbesondere sollte das Thema und das Bloggen, jedoch nicht das Geld im Vordergrund stehen.

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Vor 20 Jahren habe ich meine erste Internetseite erstellt. Seit über 10 Jahren blogge ich nun auf diversen Blogs mit WordPress. Auf WP-Magazine veröffentliche ich in unregelmäßigen Abständen Artikel mit Tipps, die sicherlich auch dein Interesse wecken.

4 KOMMENTARE

  1. Hallo Markus,

    ich habe Deinen BlogPost aufmerksam gelesen, als nicht mehr ganz unerfahrener Blogger – habe ich scheinbar alles mehr oder weniger richtig gemacht.

    Als Themen Blogger – zu einem sehr interessanten Thema „Männer und Frauen“ hoffe ich reinen reglmäßigen Besucherstrom von ca. 50 Besucher täglich zu erhalten.

    Da der Blog heute genau eine Woche alt ist, schwankt der Wert stark. Beeinflusst durch Social Media und SEO (Versuche)

    Lange Rede, kurzer Sinn – mach weiter so,
    mir gefällt Dein Blog.

    Viele Grüße
    und happy blogging
    Stefan

  2. Nach meinen Erfahrungen haben es die Queerbeet-Blogger schwer Leser zu fesseln. Man sollte seinen Fokus auf ein Thema legen. Das fängt schon bei der Wahl des Namens an. Wenn dann mal ein Artikel aus einem anderen Bereich dazu kommt ist das nicht so wild. Wenn ich mehrere Themen interessant find muss ich mich halt entscheiden, oder zwei Blogs machen;-)

  3. So wird es einem heutzutage doch sugerriert. Mit wenig arbeit im Internet viel Geld verdienen. Es gibt eben eine Menge Leute, die so naiv sind und gleuben, das man mit einem kleinen Blog ohne aufwand seinen Lebensunterhalt oder sich was dazu verdienen kann. Aber online ist es wie in der realen Welt. Von nichts kommt nichts.

  4. Es ist mir manchmal unbegreiflich welche hässlichen Themes manche User verwenden. Hässlich und unübersichtlich. Und das ist meist wirklich nicht das größte Problem. (Hebe ich nur gerade heraus, weil ich gerade eben auf einem wirklich ziemlich hässlichen privaten Blog gelandet bin und sofort wieder weggeklickt habe)

    Markus, du hast es im Prinzip wirklich gut zusammengefasst: Ohne wirklichen Plan, kann man es mit dem Bloggen sein lassen. Ganz egal, ob man den Blog monetarisieren will (was sicher die meisten Menschen mit einem Blog vorhaben) oder nicht. Auch wenn nicht, lassen sicher viele das Bloggen wieder schnell sein, wenn sich keiner für den Blog interessiert.

    Ich selber bin allerdings auch kein wirklich erfolgreicher Blogger. Deshalb blogge ich auch nicht 😀 Dennoch verdiene ich mein Geld ausschließlich im Internet und kann deshalb sehr gut beurteilen, dass dein Blog aus meiner Sicht recht gut konvertieren wird…

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