Ich habe extrem viele Blogs in meinem Feed-Reader und täglich werden es mehr, mitunter allerdings auch weniger. Dabei mache ich es nicht davon abhängig wie oft ein Blogger neue Artikel veröffentlicht, sondern wie sehr mich der Artikel anspricht. Immer häufiger stelle ich jedoch fest, dass frische Blogger, die ursprünglich ohne Hintergedanken grandiose Artikel veröffentlicht haben, sich immer mehr mit der Thematik Suchmaschinenoptimierung und Advertising auseinandersetzen. Mit der Suchmaschinenoptimierung geht häufig auch etwas von der Identität des Bloggers verloren, denn der Text liest sich auf einmal ganz anders. Blickt man zunächst auf authentisch und mit Leidenschaft und Hingabe veröffentlichte Artikel, wirken Artikel, die dann für Suchmaschinen optimiert wurden sehr langweilig und auch für den Leser nicht mehr ansprechend. Natürlich möchte ich niemandem das Recht auf Anerkennung verwehren, doch im Mittelpunkt muss der Spass am Bloggen und nicht die Suchmaschinenoptimierung stehen. Und ich bin mir auch sicher, dass dieser Spass am Bloggen nicht nur den Leser begeistert, nein sich auch in Richtung Suchmaschinenoptimierung bemerkbar macht.

Bloggen macht Spass, wenn…

  • Bloggen macht Spass, wenn ich ich sein kann und meinen Lesern dies gefällt.
  • Bloggen macht Spass, wenn ich meinen Gedanken freien Lauf lassen kann und auch die Gedanken meiner Leser durch Kommentare einfangen kann.
  • Bloggen macht Spass, wenn die Leidenschaft meiner Blog-Artikel sich durch steigende Anzahl wiederkehrender Besucher bemerkbar macht.
  • Bloggen macht Spass, wenn ich schreiben kann, wann ich Lust habe, weil ich außer dem Internet auch noch ein anderes Leben habe.
  • Bloggen macht Spass, wenn ich andere ebenfalls dafür begeistern kann ein eigenes Weblog zu starten.
  • Bloggen macht Spass, wenn nicht das Geld durch Werbeeinnahmen im Vordergrund steht, sondern der Leser.
  • Bloggen macht Spass, wenn ich mich so präsentieren kann wie ich bin und mich nicht verstellen muss.
  • Bloggen macht Spass, wenn  ich mein Wissen, meine Erfahrungen mit vielen Menschen teilen kann.

Ich kann allerdings auch ein Lied davon singen, wann der Spass beim Bloggen schnell vergeht. Zu oft habe ich in meinem Umfeld Leute gesehen, die mit dem Bloggen das schnelle Geld machen wollten, die hörten welche Einnahmen ich mit meinen Blogs erzielte und der Auffassung waren, sie könnten es mir nachmachen. Doch schnell zeigte sich, dass es an der Langatmigkeit und der Leidenschaft fehlte. Wer mit dem Vorsatz Geld zu verdienen neu ins Blog-Geschäft einsteigt, wird meist bereits nach wenigen Wochen scheitern. Meist wird in den ersten Tagen richtig Gas gegeben, dann gehen jedoch die Blog-Intervalle immer weiter auseinander, bis irgendwann nichts mehr kommt. Startet also kein Blog des Geldes wegen, sondern weil ihr schreiben wollt.

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Vor 20 Jahren habe ich meine erste Internetseite erstellt. Seit über 10 Jahren blogge ich nun auf diversen Blogs mit WordPress. Auf WP-Magazine veröffentliche ich in unregelmäßigen Abständen Artikel mit Tipps, die sicherlich auch dein Interesse wecken.

4 KOMMENTARE

  1. Schönes Plädoyer, bin ganz auf Deiner Welle. Mir ging es eigentlich genauso: Blog 2005 gestartet mit viel Spaß, Elan und Freude. Im Laufe der Zeit immer mehr Besucher bis dann wirklich viele Leute auf der Seite waren. PR4 war erreicht –> AdSense und Co. –> immer mehr Fokus auf der Möglichkeit damit Geld zu machen. Am Höhepunkt war zwar ein feines Taschengeld drin, dafür aber der Elan völlig futsch und somit auch Inhalte, Ideen und Freude.
    Dann Leerlauf……..

    Aber wer bloggt, der bloggt und kann auch nicht wirklich so einfach aufhören. Daher nach einiger Zeit Reißleine gezogen, alten Blog gestoppt und komplett neuen Blog mit dem Vorsatz: no money, no SEO, just blogging gestartet. Läuft nun wieder seit ca. zwei Jahren und ist gut so. Habe zwar bei weitem nicht die alten Besucherzahlen, ist mir aber völlig wurscht.

    Mein alter Blog ist noch online und wird ab und an mal aktualisiert, dort sehe ich aber an den ganzen SEO-Spam-Kommentaren, dass mir reale inhaltsreiche Kommentare lieber sind.

  2. Ich kenn das Problem nur zu gut. Wenn auf einmal probiert wird für die Maschine zu schreiben, liest sich der Text nicht mehr gut. Dabei geht es doch gerade bei SEO darum, dass man Inhalte schafft, die den User interessieren. Leider, hat dies noch nicht jeder verstanden.

    Das schnelle Geld wird man meiner Meinung nach in unserer heutigen Zeit nicht mehr mit bloggen verdienen. Da steckt genauso harte Arbeit dahinter, wie bei nem Maurer, der ein Haus baut. Allerdings kann man mit einfachen Mitteln versuchen, die Kosten des Blogs (Hosting, etc.) durch dezente Werbebanner auszugleichen.

  3. @Mika – es stimmt schon – inhalte müssen für den Leser interessant sein, aber die Krux ist einfach, überhaupt Leser zu bekommen – und da kommt man einfach nicht drumherum – gerade am Anfang noch mehr „optimiert“ zu schreiben wie später, und hier ist das Problem: viele starten einen Blog, sind auch wirklich gut indem was sie schreiben, aber keiner liest es und gefunden werden sie auch nicht… – ich denke fast jeder Blogger hat so ein Stiefkind in seinen Projekten und erst mit der Zeit, der Erfahrung und dem Seo-Wissen kann man Blogs so schreiben dass Leser und Suchmaschine glücklich sind.

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