Bloggen aus Leidenschaft, auf der Suche nach Anerkennung oder des Geldes wegen? Ich blogge nun schon seit vielen Jahren auf unterschiedlichen Blogs. Von Anfang an mit Leidenschaft und meiner persönlichen Note. Anfangs bin ich meist auf fahrende Züge aufgesprungen, habe die Themen aufgegriffen, über welche auch andere Blogger geschrieben haben. Ich merkte jedoch, dass mich dies in meiner Leidenschaft zu schreiben eingrenzte.

Wichtig ist, dass man den Kopf frei hat, nicht großartig darüber nachdenkt, sondern einfach mal drauf losschreibt. Die Dinge, mit denen man sich gerade beschäftigt, bzw. die einen beschäftigen lassen sich auch am einfachsten in einen Artikel gießen. Angereichert mit Emotionen wirken die Artikel viel autentischer, als das typisch sterile, wie man es aus Pressemeldungen kennt.

Was mir als Blogger nicht nur schwer fällt, sondern gar nicht möglich ist, ist etwas schönzureden. So wurde ich mal gebeten einen Blogartikel zu einem speziellen Anlass zu schreiben. Das Schreiben des Artikels war weniger das Problem, jedoch die Leidenschaft und Botschaft welche in dem Artikel transportiert wurde – nämlich keine! Und das wurde von mir erwartet. Daraufhin habe ich es erneut versucht, doch das Ergebnis war identisch. Es war mir nicht möglich die Leidenschaft und das Besondere hervorzustellen, weil es in meinen Augen nichts Besonderes war. So habe ich dem Auftraggeber mitgeteilt, dass ich nicht schreiben kann, was nicht den Tatsachen entspricht.

Bloggen aus Leidenschaft

Bloggen aus Leidenschaft bedeutet für mich auch mal NEIN zu sagen, wenn ein bezahlter Artikel nicht den Wünschen des Auftraggebers entspricht. Man kann viel für Geld tun, auch seine Leser verarschen. Allerdings sollte man dann nicht damit rechnen, dass diese häufiger den Blog besuchen.

Aus meiner Sicht kommt es nicht darauf an wie häufig man Artikel publiziert, sondern wie diese Artikel bei den Lesern ankommen. Ich habe hier nun auch schon das ein oder andere Mal etwas längere Pausen eingelegt. Liegt einfach darin begründet, dass ich auch nur ein Mensch bin, der einer geregelten Arbeit nachkommen muss und seine Freizeit auch gerne mal ohne Tastatur und Bildschirm verbringt.

Die Leidenschaft am Bloggen kann natürlich nur dann eintreten, wenn man über etwas schreibt, wovon man überzeugt ist, seine eigene Meinung frei äußert, sich selbst verwirklicht und nicht nur schreibt um damit Traffic zu generieren. Ohne Idee, ohne Überzeugung über etwas zu schreiben, was einen gar nicht interessiert und dann noch die Erwartung zu haben, dass der Nutzer sich wohlfühlt, den Inhalt womöglich noch via Facebook, Twitter oder Google+ teilt, ist einfach absurd.

Ich lasse mir mitunter Tage, manchmal Wochen oder gar Monate zeit um einen Artikel fertigzustellen. Natürlich nicht bei aktuellen Zeitgeschehnissen, sondern bei zeitlosen Artikeln. Dennoch kann sich sowas auch lohnen. Manchmal ist es sogar sinnvoll Artikel zurückzuhalten, um gezielt damit zu überraschen. Der Blogger aus Leidenschaft sichert jede Idee, jeden Gedanken zunächst als Entwurf ab. Bei mir beschränkt sich die Idee meist auf den Titel, welcher mich dann daran erinnert, worüber ich schreiben wollte. So sammeln sich immer mehr Entwürfe an, für die es sich dann auch lohnt Serien-Artikel zu schreiben.

Natürlich würde mich interessieren was eurer Ansicht nach einen leidenschaftlichen Blogger ausmacht.

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Vor 20 Jahren habe ich meine erste Internetseite erstellt. Seit über 10 Jahren blogge ich nun auf diversen Blogs mit WordPress. Auf WP-Magazine veröffentliche ich in unregelmäßigen Abständen Artikel mit Tipps, die sicherlich auch dein Interesse wecken.

2 KOMMENTARE

  1. Mir gefällt deine Einstellung! In der heutigen Blogszene ist alles auf die Gewinnmaximierung ausgelegt. Emotionen werden durch Berechnungen abgelöst und die persönliche Note geht verloren. Schön, dass es z.B. mit dir noch Ausnahmen gibt 🙂

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